„Clips für mehr Respekt." Deutsch-ukrainische Jugendbegegnung 24.11. – 02.12.2015

In der Woche vom 24. November bis 02. Dezember 2015 besuchten insgesamt 25 Jugendliche aus Fürstenwalde sowie dem ukrainischem Kiew die Begegnungsstätte Schloss Gollwitz. Hier nahmen sie an einem 7-tägigen Workshop zum Thema „Clips für mehr Respekt“ teil. Das Ziel dieses Workshops bestand darin, einen geschützten Raum zu schaffen, um die Themen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung zu diskutieren und Wissen darüber auszutauschen. An den ersten Tagen standen besonders das gegenseitige Kennenlernen und die Auseinandersetzung mit der Thematik im Mittelpunkt. Da sich die Schüler aus den verschiedenen Nationen nicht kannten war ein weiteres wichtiges Ziel die Stärkung der Gemeinschaft. Dieses gelang vor allem dadurch, dass die Jugendlichen zur Weiterarbeit in kleine Gruppen durchgemischt wurden. Bei der Einteilung wurde darauf geachtet, dass beim Dreh, Schauspiel und Schneiden alle Aufgaben paritätisch zwischen beiden Geschlechtern und den Herkunftsländern verteilt werden.

Dort  wurde in Zusammenarbeit mit den Gruppenleitern eine Idee für ihre Filme entwickelt.  Diese wurden in Form eines Drehbuchs und eines Storyboards festgehalten. Am Ende des Workshops stand die Präsentation eines selbstgedrehten Clips, bei der auch der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Rudolf Zeeb zu Gast war. Regelmäßige Teamspiele stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl und motivierten die Jugendlichen immer wieder für die weitere Dreh- und Produktionsarbeit.

Die Jugendlichen waren sehr motiviert die Ideenentwicklung, den Dreh, die Vertonung sowie den Schnitt eigenständig vorzunehmen. Das Leitungsteam unterstützte diesen Prozess nur bei Bedarf. Während des Drehens der Clips setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den genannten Themen auseinander. Sie nahmen eigene Vorurteile und Stereotypen bewusst wahr und arbeiteten damit. Letzten Endes entstanden drei Clips zum Thema Ausgrenzung/Diskriminierung, Mobbing und Vorurteile.

Der Workshop hat gezeigt, dass eine Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus, (rechte) Gewalt,  Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung immer wieder wichtig und notwendig ist. Das gilt für alle Bevölkerungsschichten und zeigte besonders bei dieser Begegnung, dass dieses nicht auf bestimmte Länder begrenzt ist. Es ist wichtig, dass Klischees, Vorurteile und Ressentiments gegen Fremde immer wieder thematisiert werden. Selbst einen Clip zu erstellen und zu produzieren gibt Vielen Reflexions-möglichkeiten, um sich mit diesen Themen auseinander zu setzen.