Deutsch-ukrainische Partnerbegegnung

Die Begegnung deutscher und ukrainischer Jugendlicher in der Begegnungsstätte gibt es bereits seit 2015. Begonnen hat das Projekt im "Clips"-Format, wobei sich die Jugendlichen in einem Workshop zum Thema „Clips für mehr Respekt“ einen geschützten Raum schufen, um die Themen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung zu diskutieren und Wissen darüber auszutauschen. 

Seit 2018 sind mehrere Partner einbezogen. So war es zunächst eine multilaterale Begegnung mit deutschen, polnischen, ukrainischen und dänischen Jugendlichen, bevor es sich 2019 zu einer Trilaterale Begegnung entwickelte, deren Fokus fortwährend auf Familiengeschichten im europäischen Kontext liegt.

„Clips für mehr Respekt." Deutsch-ukrainische Jugendbegegnung 24.11. – 02.12.2015

In der Woche vom 24. November bis 02. Dezember 2015 besuchten insgesamt 25 Jugendliche aus Fürstenwalde sowie dem ukrainischem Kiew die Begegnungsstätte Schloss Gollwitz. Hier nahmen sie an einem 7-tägigen Workshop zum Thema „Clips für mehr Respekt“ teil. Das Ziel dieses Workshops bestand darin, einen geschützten Raum zu schaffen, um die Themen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung zu diskutieren und Wissen darüber auszutauschen. 

Dort  wurde in Zusammenarbeit mit den Gruppenleitern eine Idee für ihre Filme entwickelt.  Diese wurden in Form eines Drehbuchs und eines Storyboards festgehalten. Am Ende des Workshops stand die Präsentation eines selbstgedrehten Clips, bei der auch der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Rudolf Zeeb zu Gast war. Regelmäßige Teamspiele stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl und motivierten die Jugendlichen immer wieder für die weitere Dreh- und Produktionsarbeit.

Der Workshop hat gezeigt, dass eine Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus, (rechte) Gewalt,  Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung immer wieder wichtig und notwendig ist. Das gilt für alle Bevölkerungsschichten und zeigte besonders bei dieser Begegnung, dass dieses nicht auf bestimmte Länder begrenzt ist. Es ist wichtig, dass Klischees, Vorurteile und Ressentiments gegen Fremde immer wieder thematisiert werden. Selbst einen Clip zu erstellen und zu produzieren gibt Vielen Reflexions-möglichkeiten, um sich mit diesen Themen auseinander zu setzen.

"Make your own (hi)Story" - Die Trilaterale Jugendbegegnung

Unter dem Titel Make your own (hi)Story - Jugendperspektiven auf historisches und zukünftiges Europa trafen sich in Dezember 2019 Jugendliche aus der Ukraine, Polen und Fürstenwalde, um gemeinsam über ihre Familiengeschichten zu sprechen und von einander zu lernen.

In eigens gestalteten Plakaten, ausgestattet mit alten Fotos, Briefen und mehr verknüpften sich die Teilnehmenden ihre Familiengeschichten mit der Europäischen. Hier ging es nicht nur um das internationale Verständnis, sondern auch um die Realisierung, dass man gar nicht so verschieden ist, wie man glauben mag.

Gefördert von Erasmus+ und Tolerantes Brandenburg